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Anna Ritter *1865 †1921 1 - / Liebe Verse2 - / Liebes Lyrik3 - / Liebes Texte4 - / Liebes Vers5 - / Liebes Reim


Freudlose Liebe

Ging aus, die Lieb zu suchen
Und fand die Leidenschaft,
Die hat mit heißem Athem
Mein Blühen weggerafft.

Nun kommt die Lieb gegangen
Und schaut mich traurig an,
Weil ich nicht eine Blume
Der Holden bieten kann.



Verklärt

Mir ist, als hätt' ein Großes, Wunderbares,
In meiner Brust die Augen aufgeschlagen,
Seit er mich küßte!
Als ob ich, niederknieend in den Staub,
Vor meinem eignen Bilde beten müßte,
Weil es ein Glanz von Oben her verklärt.
Ich gehe still und wie in Träumen hin
Und staune wohl, daß ich so ernsthaft bin
Und doch so froh, so allem abgekehrt,
Was sonst mich peinigte.
Mein Leben treibt noch einmal Knospen,
Und kein Wintersturm
Wird ihre edle Schönheit mir zerstören,
Weil sie dem Himmel selber angehören.



Ich hab' dich lieb

Ich hab' dich lieb! Das sollst du als Geschenk,
Nun da du gehen willst, von hinnen tragen.
All meine Lust und Pein
Und meine große Sehnsucht schließt es ein,
Ich hab' dich lieb- und will's dir nie mehr sagen!

Ich hab' dich lieb! Das ist ein ernstes Wort
Und doch auch süß! Heut' hab' ich weinen müssen,
Als ich es niederschrieb.
Mein traurig Glück, wie hab' ich dich so lieb!
Ich hab' dich lieb - und darf dich nie mehr küssen.



Abendschein

Ich weiß, daß dieser Abendschein,
Der golden mir ins Zimmer fliegt,
Wie eine leise Segenshand
Nun auch auf deinem Haupte liegt.

Du sitzest wohl und schaust ins Buch,
Da fällt der Schimmer auf das Blatt
Und sagt dir, daß er fern im Land
Ein einsam Weib umsponnen hat.

So webt die Sonne um uns Beid
Von Nord nach Süd ein leuchtend Band,
Und über meilenweitem Grund
Reicht unsre Liebe sich die Hand.
Liebe

Leise wie ein Hauch,
Zärtlich wie ein Lied,
Furchtsam wie der Schatten,
Und so treu doch auch -

    Arme kleine Liebe,
    Die ich hart verstieß,
    Die ich oft des Tages,
    Zürnend von mir wies.

Stehst du nun zur Nacht,
Stehst vor meiner Thür,
Rufst mit süßer Stimme,
Bis ich aufgemacht?

    Arme kleine Liebe,
    Hast nun doch gesiegt,
    Daß dir meine Seele
    Still zu Füßen liegt.



Du und ich

Du und ich... und über uns Beiden die Nacht!
Neige die Stirn, damit ich dich küssend umfange.
Neige das Ohr - ich raune dir Süßes hinein,
Wonne und Weh, so wie's mir emporblüht im Herzen. -
Du und ich ... Es ward uns nichts Andres bescheert
Als dieses Glück, das wir der Sonne verbergen.
Sieh, schon senkt sich abwärts der einsame Pfad -
Selige Lust steht lächelnd im Thale des Todes.



Das Wort vom Scheiden

Du gabst mir einst ein kleines Buch
Voll lieber, schöner Lieder
Und schriebest auf das erste Blatt
Ein traurig Verslein nieder.

Ich schüttelte den Kopf dazu,
Mein Herze wollts nicht leiden,
Klang gar so hart, klang gar so schwer,
Das eine Wort vom Scheiden.

Nun hat das Verslein Recht gehabt,
Ist Alles so gekommen,
Wie Abendroth und Feuerschein
Ist unser Glück verglommen.

Du wanderst dort, ich wandre hier,
So helfe Gott uns Beiden,
Daß es uns nicht den Sinn verstört,
Das eine Wort vom Scheiden.



Nach Jahren

Und find ich dich nach Jahren wieder,
So ist's ein fremd Vorübergehn,
Ein kurzer Blick, ein flüchtig Grüßen,
Als hätten wir uns nie gesehn.

Nur meine Hände zittern leise
Und meine Wangen sind erblaßt,
Weil mir der eine Blick verrathen,
Daß du mich doch vergessen hast.


















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