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Gedichte . Über das Küssen 1 - / Gedichte Küssen2 - / Gedichte Küsse3 - / Gedichte Kuss


Küssen

Komm her und laß dich küssen
Die Luft ist wie voll Geigen,
Von allen Blütenzweigen
Das weiße Wunder schneit;
Der Frühling tobt im Blute,
Zu allem Übermute
Ist jetzt die allerbeste Zeit.

Komm her und laß dich küssen!
Du wirst es dulden müssen,
Daß dich mein Arm umschlingt.
Es geht durch alles Leben
Ein Pochen und ein Beben:
Das rote Blut, es singt, es singt.

Otto Julius Bierbaum



Mädchenlied

Auf einem jungen Rosenblatt
Mein Liebster mir geblasen hat
Wohl eine Melodei.
Es gab mir viele Dinge kund
Das Rosenblatt am roten Mund
Und war kein Wort dabei.

Und als das Blatt zerblasen war,
Da gab ich meinen Mund ihm dar
Und küßt an ihm mich satt.
Und viel mehr Dinge tat noch kund
Der rote Mund am roten Mund,
Selbst als das Rosenblatt.

Otto Julius Bierbaum



Wartelohn

Morgenjunge Herrlichkeit,
Hell die Welt und frisch der Wind,
Wartend klopft mein Herz geschwind -:
Eine Minute schon über die Zeit!
Ach, wie oft schon sagt ich's, Kind:
Pünktlichkeit!
Und ich spähe augenweit,
Und ich schaue fast mich blind,
Ist das Mädel nicht gescheit?
Zehn Minuten schon über die Zeit!
Soll ich ein Ewigkeit
Warten und sehnen!? - Langsam rinnt
Der Minuten Folge, breit
Wie ein Teerstrom. - Zeit, o Zeit!
Deine Minuten wie Stunden sind! ...
Sieh, da flattert ihr blaues Kleid,
Flattert im Wind!
Alles Warten ist verschwunden,
Hat sich Mund auf Mund gefunden,
Blick in Blick sich eingesenkt.
Dehnten jetzt sich die S e k u n d e n
Aus zu langen Dämmerstunden,
Wärs kein Umstand, der uns kränkt,
Da der Wind mit leisem Neigen
Ein Panier aus Frühlingszweigen
Über unsern Küssen schwenkt.

Otto Julius Bierbaum



Tiflis

Dies soll euch jetzt als neuestes Gebot
Verkündigt werden:
Es soll auf Erden nicht mehr ohne Not
Gesündigt werden!

Wo nicht ein süßer Mund, ein schönes Auge
Verlangen weckt -
Da soll den Sündern alle Gnade nun
Gekündigt werden!

Jedweder Mund, der sich in schlechten Küssen
Versündigt hat,
Kann nur durch eine Flut von echten Küssen
Entsündigt werden!

Friedrich Bodenstedt
Wohl weiß ich einen Kranz zu winden
Aus Blumen, die ich selbst gepflückt -
Wohl auch das rechte Wort zu finden,
Ob ich betrübt bin, ob beglückt.

So lang' ich meiner Sinne Meister,
So lang' ich wie, was mir gefällt,
Gehorchen dienstbar mir die Geister
Der Blumen- und der Feenwelt.

Doch in der heilgen Glut des Kusses,
Im Wunderleuchten des Geschicks,
Im Augenblick des Vollgenusses,
Im Vollgenuß des Augenblicks,

Da fehlen mir zum Lied die Töne,
Gleichwie der Nachtigall der Schlag,
Weil wohl der Mensch das höchste Schöne
Genießen, doch nicht singen mag.

Wer kann die helle Sonne malen
In höchster Glut im Mittagslicht?
Wer nur sie seh'n mit ihren Strahlen
Von Angesicht zu Angesicht?

Friedrich Bodenstedt



Dürft' ich so rund umfangen!
Dürftest du, Geliebte mich!
Dürften so zusammenhangen
Unsre Lippen ewiglich.

Dann verschmäht' ich alle Mahle,
Wie ich sie auf Erden sah,
Dann sogar im Göttersaale
Nektar und Ambrosia.

Sterben wollt' ich im Genusse,
Wie ihn deine Lippen beut,
Sterben in dem langen Kusse
Wollustvoller Trunkenheit.

August Bürger



Küssen will ich, ich will küssen
Freund, noch einen Kuß mir gib,
Einen Kuß von deinem Munde,
Ach! ich habe dich so lieb!
Freund, noch einen Kuß mir gib!
Werden möchte' ich sonst zum Dieb,
Wärst du karg in dieser Stunde;
Freund, noch einen Kuß mir gib,
Einen Kuß von deinem Munde.

Küssen ist ein süßes Spiel,
Meinst du nicht, mein süßes Leben?
Nimmer ward es noch zu viel,
Küssen ist ein süßes Spiel,
Küsse, sonder Zahl und Ziel,
Geben, nehmen, wiedergeben,
Küssen ist ein süßes Spiel,
Meinst du nicht mein süßes Leben.

Gibst du ein Kuß mir nur,
Tausend geb' ich dir für einen.
Ach, wie schnelle läuft die Uhr,
Gibst du ein Kuß mir nur.
Ich verlange keinen Schwur,
Wenn es treu die Lippen meinen,
Gibst du ein Kuß mir nur,
Tausend geb' ich die für einen.

Flüchtig, eilig wie der Wind,
Ist die Zeit, wann wir uns küssen,
Stunden wo wir selig sind,
Flüchtig, eilig wie der Wind!
Scheiden schon, ach so geschwind!
O wie wird' ich weinen müssen!
Flüchtig, eilig wie der Wind,
Ist die Zeit, wann wir uns küssen.

Muß es denn geschieden sein,
Noch nur einen Kuß zum Scheiden!
Scheiden, meiden, welche Pein!
Muß es denn geschieden sein?
Lebe wohl und denke mein,
Mein in Freuden und in Leiden;
Muß es denn geschieden sein,
Noch nur einen Kuß zum Scheiden!

Adalbert von Chamisso


















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