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Carmen Sylva *1843 †1916 1 - / Liebe Reime


Der Schmetterlingskuss

Um deiner Augen See da hing
Ein Gott die Fäden her,
Vom Sonnenstrahl ein Leuchten fing
Sich drin, von Regentropfen schwer.

An diese Zauberfädchen will
Mit meinen Wimpern ich,
Mit Augenblinken leis und still
Schlagen - so küss' ich dich!

Wenn uns're Lider sich vereint
In solchem Flügelkuß,
Dann ist's, als ob die Sonne scheint,
In die man schauen muß.

Dann fängt sich deiner Augen Licht
In meinem Blick, hinschwebt
Ein Funkensprühen heiß und dicht,
Bis jede Wimper bebt.

Bis Nebel aufsteigt aus dem See,
Ein Tropfen zitternd hängt
Am schatt'gen Wimpernflügel, dann vergeh'
Ich liebessturmbedrängt.
Liebesgeschichte

Knabe sprach: Ich sterbe noch!
Ich fühl's, daß das Herz mir bricht!
Mägdlein sprach: Geh', stirb mir doch!
Sonst glaub' ich's dir ja nicht!

Knabe sprach: Jetzt halt' ich dich!
Auf ewig bist du mein!
Mägdlein sprach: Ich fürchte mich,
Wie lang mag "Ewig" sein?

Knabe sprach: Ich fluche dir!
Du hast mich so verstört!
Mägdlein sprach: O, weh' ist mir,
Daß ich dein Fleh'n erhört!

Knabe sprach: Ich hab' gespielt,
Die Liebe war nicht heiß!
Mägdlein sprach: Am Herzen wühlt
Der tödtliche Beweis!



Die Liebe

Noch unerklärt und dunkel ist die Liebe,
Mit ihrer Schwäche, ihren Urgewalten,
Der Schöpferkraft, den taumelnden Gestalten,
Dem Sturm, der eine Welt zu Staub zerriebe,

Und doch zerdrückt in eines Blattes Falten,
Genug, erfüllt zu sein, daß sie zerstiebe.
Sie stirbt an einer Blume leisem Hiebe,
An einer Ungeduld will sie erkalten.

Und ist der Erde innerstes Geräder,
Daran sie fortbesteht in ew'gem Gange,
Gehorchend einem unverstand'nen Zwange.

Der Pulsschlag in dem künstlichen Geäder,
Die Triebkraft in dem sausenden ew'gen Strange,
Im großen Uhrwerk die geheimste Feder.


















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