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Gedichte . Über Frühlingsgefühle 1 - / Gedichte Frühlingsgefühle2 - / Gedichte Frühlingsgefühl


Wenn der Frühling auf die Berge steigt
Und im Sonnenstrahl der Schnee zerfließt,
Wenn das erste Grün am Baum sich zeigt
Und im Gras das erste Blümlein sprießt -
Wenn vorbei im Tal
Nun mit einemmal
Alle Regenzeit und Winterqual,
Schallt es von den Höh'n
Bis zum Tale weit:
O, wie wunderschön
ist die Frühlingszeit!

Wenn am Gletscher heiß die Sonne leckt,
Wenn die Quell von den Bergen springt,
Alles rings mit jungem Grün sich deckt
Und das Luftgetön der Wälder klingt -
Lüfte lind und lau
Würzt die grüne Au,
Und der Himmel lacht so rein und blau,
Schallt es von den Höh'n
Bis zum Tale weit:
O, wie wunderschön
Ist die Frühlingszeit!

War's nicht auch zur jungen Frühlingszeit,
Als dein Herz sich meinem Herz' erschloß?
Als von dir, du wundersüße Maid,
Ich den ersten langen Kuß genoß?
Durch den Hain erklang
Heller Luftgesang,
Und die Quelle von den Bergen sprang -
Scholl es von den Höh'n
Bis zum Tale weit:
O, wie wunderschön
Ist die Frühlingszeit!

Friedrich Bodenstedt



Intermezzo

Im holden Mond der Maien,
Wenn lichte Blumen blühn,
Geflügelte Schalmeien
Die Waldesnacht durchziehn;

Da hebt sich eine Scholle,
Die Liebe lauscht hervor,
Ob noch der Winter grolle,
Noch Laut der Stürme Chor?

Sieht grün sie nun die Weite,
Erträgt sie's nicht im Haus,
Sie fliegt auf Spiel und Beute
Gleich andern Vögeln aus.

Doch friert es etwas nächtig,
Sucht sie der Menschen Dach
Und schürt ein Feuer mächtig
Im jungen Herzen wach.

Franz Grillparzer
Vorfrühling

Sieh da: Die Weide schon im Silberpelz,
Die Birken glänzen, ob auch ohne Laub,
In einem Lichte, das wie Frühling ist.
Der graue Himmel zeigt türkisenblau
Ganz schmale Streifen, und ich weiß, das ist
Des jungen Jahres erster Farbenklang,
Die ferne Flöte der Beruhigung:
Die Liebe hat die Flügel schon gespannt,
Sie naht gelassenen Flügels, himmelher,
Bald wird die Erde bräutlich heiter sein.

Nun Herz, sei wach und halte dich bereit
Dem holden Gaste, der mit Blumen kommt
Und Liebe atmet, wie die Blume Duft.
Sei wach und glaube: Liebe kommt zu dir,
Wenn du nur recht ergeben und getrost
Dich auftust wie ein Frühlingsblumenkelch.

Otto Julius Bierbaum



Der Frühling blüht

Der Frühling blüht! Herz - war er je so schön?
Lag je ein solcher Schimmer auf den Höhn
Und in den Tälern solch ein lieber Glanz?
Ein jeder Baum trägt einen Blütenkranz -
Auch du, mein Haupt, willst unter grünen Zweigen
Dich ahnungsvoll dem Glück entgegen neigen!

Die beiden Hände drück' ich auf die Brust -
Ist's Schmerz, der drinnen lodert, ist es Lust?
Ach, wunderlich verwoben und verwebt
Ist Beides mir, und meine Sehnsucht schwebt
Darüber hin, aus dieses Frühlings Tagen
In der Erfüllung Frieden mich zu tragen.

Anna Ritter


















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